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28. Hallenjugendtag in der Schweiz
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Ein Wettkampfhöhepunkt für die Schweizer Nachwuchsschwimmer. Der Hallenjugendtag ist ein Traditionsschwimmfest der Limmat Sharks Zürich. In diesem Jahr hatten 795 Sportler aus 45 Vereinen und drei Nationen für dieses Schwimmevent gemeldet. Wir beteiligten uns mit 14 Sportlern des Jahrganges 2000 und einer Sportlerin des SV Bernsdorf.

Am Freitag starteten wir pünktlich 8.30 Uhr von Chemnitz zur 650 Kilometer-Marathonfahrt.

Da nicht viel Verkehr auf der Autobahn war, kamen wir sehr gut voran. Unsere Mittagsrast machten wir erst kurz vor Stuttgart. In der Schweiz angekommen unternahmen wir einen Abstecher zum Rheinfall bei Schaffhausen.

In Zürich begrüßten uns, Daniela und Thomas - unsere „Schweizer Auswanderer“. Die Sport-ler staunten über die tolle Schwimmhalle und wir nutzten die Möglichkeit für ein kurzes Kennenlerntraining. Das Wassergefühl stimmte bei fast allen. Nach der Abkühlung suchten wir unser Pfadiheim – einer Art einfache Jugendherberge aber ohne Personal. Wir waren für alles selbst verantwortlich, vom Essenkochen bis zum Saubermachen. Geschockt waren wir schon, vor allem die Kinder, beim Betreten des Hauses. Alles ziemlich ungewöhnlich, rohe Ziegelwand, 3-stöckiges Hochbett – alle zusammen. Gleich nach der Ankunft wurde das Abendbrot vorbereitet. Was gab es: natürlich Nudeln! Inzwischen quartierten sich die Kinder im Schneewitchenzimmer ein. Zur Nachtruhe kamen wir erst gegen 22.00 Uhr.

Bereits 6.50 Uhr läutete der Wecker zum Aufstehen. Schnellwäsche, Frühstück,Verpflegungs-beutel packen und 45 min. später saßen wir in unseren Bussen zur Fahrt in die Schwimmhal-le. Die Wettkampfausbeute war mit 17 Medaillen, davon 6 Gold-, 7 Silber- und 4 Bronze-medaillen top – die Zeiten waren eher durchwachsen. 19 Bestzeiten erzielten wir, trotz Schwimmens aus dem vollen Training heraus. Damit kann man ganz zufrieden sein. Gleich beim ersten Wettkampf beeindruckten wir die Schweizer mit unseren Delphinkünsten, egal ob in der Beinarbeit oder bei der Gesamtbewegung. Wir gewannen durch Lisa, Tom und Leonie die ersten drei Wettkämpfe. Weiter Siege steuerten Michelle (100F) und Julian (100R) bei. Die Pausen zwischen den einzelnen Starts waren sehr kurz. In den abschließenden Staffeln belegten wir nach tollen Einzelleistungen Platz 1 bis 3, wobei die dritte Mannschaft außer Wertung schwimmen musste. Nach einer knappen Stunde Spielzeit ging es zum kultu-rellen Teil des Tages. Die Entscheidung viel zu einer Fahrt auf den Uetliberg, dem Hausberg von Zürich. Mit dem Bus fuhren wir bis zur Mittelstation, dann eine kurze Wanderung, Zug-fahrt zur Bergstation und Wanderung zum Gipfel. Hier war totaler Nebel und alles roman-tisch mit Raureif belegt. Auf Drängen von Michelle und Lisa erklommen wir noch den 30m hohen Aussichtsturm. Bei dem Dunst eigentlich eher ein witzloses Unterfangen. Doch wäh-rend wir Gipfelfotos machten, erblickten wir die Sonne. Binnen Sekunden riss der Dunst-schleier auf und wir wähnten uns zu schweben. Wir erlebten den Song von Reinhard May „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“ live. Uns bot sich ein beein-druckendes Panorama der schweizerischen Alpen. Glück muss man haben! Wir wurden für unsere Mühen belohnt. Der Rückmarsch war eine einzige Schneeballschlacht. Zum Rodeln am Zielhang nutzten wir mitgebrachte Mülltüten. Völlig k.o. fuhren wir in unsere urige „Grotte“. Schnell ein Kaminfeuer entzündet und Tee gekocht, schon war es urgemütlich. Und was gab es zum Abendbrot? Natürlich etwas mit N…

Nach einer kurzen Nacht und der stressigen Reinigung des gesamten Hauses machten wir uns auf den Heimweg. Zuvor verabschiedeten wir uns noch bei unseren Schweizern Daniela und Thomas. Ein schönes und erfolgreiches Ausflugswochenende endete pünktlich 18.00 Uhr in Chemnitz.

Danke an die beiden Vatis von Leonie und Tom für das Fahren der Busse.
Steffen Uhlich

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